Die 10 berühmtesten englischen Songtexte aller Zeiten und ihre Bedeutung

Songtexte zu schreiben ist eine echte Herausforderung. Der Liedermacher muss genau die Worte finden, die seine Gefühle beschreiben, und die müssen nicht nur zu einer bestimmten Melodie und dem Tempo des Liedes passen, sondern sich auch noch schön anhören.

Der Text kann aber auch am Anfang eines neuen Songs stehen: Man verfasst erst die Worte und ruft damit ein Gefühl oder eine Stimmung hervor, zu der dann eine passende Melodie kreiert wird. Worte können so viel Macht haben, dass ein Lied uns zu Tränen bewegt, ob aus Freude oder Traurigkeit – darin liegt die Gabe eines guten Songschreibers. Manchmal können Kenntnisse in Englischer Redewendung hilfreich sein, um die Songtexte besser verstehen zu können.

Manche Songs sind einfach nur fröhliche Ohrwürmer, bei denen man mitsingen will oder die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen, auch wenn sie völlig bedeutungslos sind. „Naaa na na na-na-na-naaaaaa“ ist nicht gerade die Inspiration schlechthin, aber dank der Beatles gehören diese Klänge zu den meistgesungenen der Welt!

Die besten Songtexte lesen sich wie höchste Poesie, und in den Augen vieler sind Musiker wie Neil Young und Bob Dylan nicht nur Liedermacher, sondern auch Dichter. Um sich klarzumachen, wie schwierig es ist, so hervorragende Texte zu schreiben wie sie, und wie selten diese Gabe ist, muss man sich nur mal das andere Ende der Skala ansehen:

“I don’t want to see a ghost/It’s the sight that I fear most/I’d rather have a piece of toast…”

Es gibt viel mehr schlechte Songtexte als gute, und darum wissen wir die guten umso mehr zu schätzen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über einige der besten Lieder und Texte, die jemals aufgenommen wurden, und über ihre Bedeutung. Natürlich interessieren uns auch Ihre Lieblingslieder, was Sie Ihnen bedeuten und warum.

The Beach Boys – Surf’s Up

“Columnated ruins domino…”

Schlicht und einfach einer der schönsten Songtexte, die jemals geschrieben wurden – und auch einer der merkwürdigsten. Mehrere Ebenen surrealer Symbolik zeichnen dieses Produkt der wahrlich einzigartigen Vorstellungskraft (und einiger äußerst illegaler Substanzen) des lyrischen Genies Van Dyke Parks aus. Die Worte kreieren Bild um Bild und fließen in perfekter Harmonie mit Brian Wilsons unfassbarer Ode ans Meer dahin. Sie sind so ungewöhnlich, dass sie sogar Spannungen innerhalb der Band auslösten und von Beach Boy Mike Love als Unsinn abgetan wurden, den auch die Fans nicht zu schätzen wissen würden. Der Song wurde daraufhin für ein paar Jahre auf Eis gelegt, doch glücklicherweise konnte er nicht allzu lange im Verborgenen bleiben!

Bob Dylan – Masters of War

“I think you will find/When your death takes its toll/All the money you made/Will never buy back your soul…”

Der Protestsong aller Protestsongs: Mit seinem Antikriegslied verlieh Dylan den Ängsten einer ganzen Generation Ausdruck. Vietnam tobte, und junge Amerikaner wurden in einen Krieg einberufen, den sie nicht verstanden – dieser Song war das perfekte Echo ihrer Wut, Angst und Empörung. Der Text beschreibt die Gefühle eines jungen Mannes, der sich nicht zum Armeedienst zwingen lassen will, in der ersten Person und geht dadurch umso näher. Die Melodie ist überaus einfach, und doch wurde dieses Lied dank seiner unglaublich kraftvollen Worte von zahllosen Musikern gecovert.

The Beatles – Hey Jude

“Take a sad song, and make it better…”

John Lennon glaubte anfangs, dieses Lied sei – am Beginn seiner Beziehung mit Yoko Ono – für ihn geschrieben worden, doch Paul McCartney brachte diesen Beatles-Klassiker für Lennons Sohn Julian zu Papier. Der ursprünglich als „Hey Jules“ betitelte Song sollte dem jungen Julian über die Scheidung seiner Eltern hinweghelfen und hat seitdem zahllosen anderen Menschen Trost gespendet. Seine Entstehungszeit trifft außerdem mit dem Anfang von McCartneys neuer Beziehung mit Linda Eastman zusammen und wartet mit Ermutigung, Rat und einem starken Glauben an die Liebe auf – also noch ein berühmter Songtext über die Liebe, ein Entkommen scheint unmöglich! Doch „Hey Jude“ ist fast genauso bekannt für sein Ende: Mehr als vier Minuten des berühmten „na na na“ dehnen ihn auf über sieben Minuten aus, womit er zur längsten Single wurde, die jemals die britischen Charts angeführt hat und den Beatles zudem ihren größten Hit in den USA bescherte.

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Johnny Cash – I Still Miss Someone

“There’s someone for me somewhere/And I still miss someone…”

Eine weitere einfache Melodie, die durch tief empfundene, schmerzliche Worte zu etwas Besonderem wird, und einer der berühmtesten und meistgecoverten Songs von Johnny Cash. Über die Liebe sind zweifellos mehr Texte geschrieben worden als über alles andere, und am besten bleiben uns häufig die in Erinnerung, die um verlorene Liebe trauern. Hier treffen die Worte mitten ins Mark, da sie so ehrlich und unumwunden sind – jeder, der schon einmal einen geliebten Menschen verloren hat, kann sich in ihnen wiederfinden. Der Country-Klassiker, einer der Favoriten von Bob Dylan, wurde unter anderem von Joni Mitchell, Emmylou Harris, Dolly Parton, Gram Parson und Stevie Nicks gecovert.

Johnny Mandel und Mike Altman – Suicide is Painless (Theme from M*A*S*H)

“The game of life is hard to play/I’m going to lose it anyway…”

Der Titelsong von M*A*S*H gehört zu den berühmtesten Melodien überhaupt aus Film und Fernsehen, und sein Text stammt aus einer äußerst überraschenden Feder. Regisseur Robert Altman suchte nach einem Lied, das eine der Figuren aus dem Film in einer bestimmten Szene singen sollte. Er sagte dem Liedermacher Mandel, der Song müsse „Suicide is Painless“ heißen und zweitens müsse es das „dümmste Lied sein, das je geschrieben wurde“. Altman versuchte, den Text selbst zu formulieren, doch sein 45-jähriges Hirn wollte nicht mit etwas herausrücken, das „dumm genug“ war. Stattdessen übertrug er die Aufgabe seinem 14-jährigen Sohn Michael, der allerdings einen der tiefschürfendsten Texte verfasste, die ein 14-Jähriger jemals zustande gebracht hat! Der für seinen Grimm berühmte Song ist aus der Sicht von jemandem geschrieben, der mit dem Gedanken an Selbstmord spielt. Als Titelsong zu einer von schwarzem Humor geprägten Geschichte über Soldaten und ihr Elend in Vietnam wägt er die Sinnlosigkeit des Krieges und die Bedeutungslosigkeit des Lebens ab und ist umso aussagekräftiger, weil er von einem so jungen Menschen geschrieben wurde.

The Smiths – There Is a Light That Never Goes Out

“Take me out, tonight…”

Eine Band, die von der Kritik für ihre Texte gleichermaßen gelobt wird wie für ihre Musik, ist selten zu finden. Doch dank des großen Wortzauberers Morrissey ist den Smiths genau das gelungen. Morrissey – begeisterter Leser, großer Poesiefan und Romantiker im Herzen– hat einige der berühmtesten Songtexte geschrieben, die in den letzten 30 Jahren aus der britischen Musikszene hervorgegangen sind. Die Songtitel der Smiths allein enthalten mehr Poesie als die meisten Textblätter: Shoplifters of the World Unite, Last Night I Dreamt That Somebody Loved Me, There Is a Light That Never Goes Out haben schon als Inspiration für zahllose Tattoos gedient. There Is a Light ist einer ihrer meistgecoverten Songs, dessen Worte anscheinend von einem der Helden Morrisseys, James Dean in … denn sie wissen nicht, was sie tun, angeregt wurden. Der Text spricht zu Jugendlichen in aller Welt, die sich entfremdet fühlen und am liebsten weglaufen würden, ihre ersten Exzesse und Aufregungen des Lebens mitmachen und sich im familiären Umfeld nicht länger aufgehoben fühlen.

REM – It’s the End of the World as We Know It (And I Feel Fine)

“That’s great, it starts with an earthquake, birds and snakes…”

REM haben einige der erfolgreichsten Songs der zurückliegenden Jahrzehnte geschrieben, was nicht zuletzt den (oft falsch verstandenen) Texten von Michael Stipe zu verdanken ist. Stipe scheint seine Texte absichtlich ein wenig undurchsichtig zu gestalten – mit viel Symbolik und versteckten Bedeutungen.  Selbst It’s the End of the World, einer ihrer fröhlichsten und beliebtesten Songs, ist keine Ausnahme und randvoll mit Textzeilen, die selbst die größten REM-Fans auf die Probe stellen. Beim Mitsingen dieses anscheinend als eine Art Tribut an Bob Dylans berühmten, überlyrischen Subterranean Homesick Blues verfassten Songs gerät man schnell außer Atem! Was bedeutet dieser Wortfluss? Wie bei vielen Texten von REM kann sich niemand wirklich sicher sein. Aus diversen erzählerischen Versatzstücken lassen sich teils antikapitalistische Anklagen herauslesen, teils aber scheinen die Worte nur aufgenommen worden zu sein, weil sie in der Gesamtheit des Liedes so großartig zusammenklingen: “The ladder starts to clatter with fear fight down height”.

Neil Young – Old Man

“Old man look at my life, I’m a lot like you…”

Neil Young wird aufgrund seiner tiefgründigen Liedtexte oft auf eine Stufe mit Bob Dylan gestellt, und sein Talent zum Tränenrühren ist unbestreitbar. Er hat niemals Angst, Gefühle zu zeigen, und genau darum haben seine Worte so viel Kraft – sie sind ehrlich und kommen von Herzen. Old Man wurde für den alten Hausmeister verfasst, der sich um Neils Ranch Broken Arrow kümmerte, die er 1970 erwarb und wo er bis zum heutigen Tag lebt. In dem Lied wird das Leben eines alten Mannes mit dem eines jungen Mannes verglichen, mit dem Fazit, dass ihre Bedürfnisse einander ähnlicher sind als ihnen bewusst ist.

Joni Mitchell – Big Yellow Taxi

“They paved paradise, and put up a parking lot…”

Joni Mitchell stammt wie Neil Young aus Kanada und war über die Folk-Szene gut mit ihm befreundet. Auch aus ihrer Feder stammen einige berühmte Songtexte, der bekannteste ist wohl Big Yellow Taxi, in dem sie sich mit dem Thema Umweltzerstörung auseinandersetzt. Joni erläutert: „Ich schrieb ‚Big Yellow Taxi’ während meiner ersten Reise nach Hawaii. Ich nahm ein Taxi zum Hotel, und als ich am nächsten Morgen aufwachte, zog ich die Vorhänge zurück und sah diese wunderschönen grünen Berge in der Ferne. Doch unter mir erstreckte sich ein Parkplatz, so weit das Auge reichte, und das brach mir das Herz … dieser Pesthauch im Paradies.“ Die Zeilen „you don’t know what you’ve got til it’s gone“ lassen sich neben der Zerstörung des Planeten auch auf zahlreiche andere Umstände beziehen, was den Song zu einem universellen Favoriten gemacht hat.

The Muppets – Mah Nà Mah Nà

“Mah Nà Mah Nà…!”

Die Muppets beweisen, dass es in Liedtexten nicht immer um Liebe, Herzschmerz und Verlust gehen muss, und dass sie nicht zwingend tiefgründig sein müssen, um beliebt zu sein. „Mah Nà Mah Nà” ist einer der berühmtesten Songs der Muppets, der in aller Welt innig geliebt wird, und er bedeutet … absolut nichts. Das ursprünglich von Piero Umiliani für einen italienischen Film geschriebene Lied enthält ausschließlich unsinnige Worte und Scat, eine Art improvisiertes rhythmisches Singen. Erfolgreiche Songtexte müssen eben manchmal nur gut klingen und werden somit selbst zu Musikinstrumenten, statt irgendeine besondere Bedeutung anzunehmen. Nicht mitsingen ist bei diesem Song jedenfalls unmöglich!

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